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Jörg Steiper (SFN), Jakob Ruckel, Klaus-Peter Haupt (SFN) und Helmut Lotz (VDE) hinten, Alexander Popov, Carl-Moritz Köpp und Maximilian Görlitz (jeweils von links) lauschen den Fragen der Journalistin Sabine Oschmann von der Lokalredaktion der HNA

| Wolfgang Dünkel
04.09.2013 Veranstaltungsinformation 44 0

Spendenübergabe des VDE Kassel an das SchülerForschungsZentrum Nordhessen

Zerstörungsfreie Materialprüfung an Kunststoffen am SFN in der Kasseler Parkstraße

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Jakob Ruckel (v. li.), Alexander Popov, Carl-Moritz Köpp und Maximilian Görlitz beantworten die Fragen von Sabine Oschmann, Lokalredaktion Kassel-Stadt der HNA, zum Verwendungszweck des Gerätes und dem aktuellen Forschungsprojekt der vier Achtklässler. Helmut Lotz (VDE) und Jörg Steiper (SFN) folgen aufmerksam den Antworten

| Wolfgang Dünkel

Heute konnte sie endlich übergeben werden, unsere bereits am 26. Oktober vergangenen Jahres anlässlich unserer Jubiläumsfeier öffentlich verkündete Spende 2013 im Wert von 3.700 € für naturwissenschaftliche Forschungen. Das neue SchülerForschungsZentrum Nordhessen (SFN) in der Kasseler Parkstraße sollte sie erhalten.

Auf die Idee und Initiative von Klaus-Peter Haupt, dem Leiter des Physik-Clubs an der Kasseler Albert-Schweitzer-Schule, hin kam das Projekt Schülerforschungszentrum 2007 ins Rollen. Dank vieler Unterstützer entstand ein Kooperationsprojekt von Land und Stadt, dem Landkreis und der Universität Kassel sowie der Albert-Schweitzer-Schule, finanziert über das hessische Hochschulinvestitionsprogramm Heureka (*).

Im Juni 2012 wurde das an der Universität Kassel organisatorisch angesiedelte und auf dem Gelände der Albert-Schweitzer-Schule errichtete SFN eingeweiht. Die HNA berichtete sowohl in ihrer Printausgabe wie auch am 18.06.2012 auf HNA.de. Eingeladen war seitens der Universität Kassel auch der VDE Kassel und wurde vertreten durch seinen Stellv. Vorsitzenden, Dipl.-Ing. Joachim Bürgel, den Obmann Schulen, Dipl.-Ing. Helmut Lotz, und durch den Unterzeichner dieses Berichts.

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Vor den jungen Forschern steht unsere Spende, der Ultraschallgenerator der Göttinger Firma PHYWE. Der dazugehörige wasserdichte Schallkopf taucht in ein Glasgefäß mit Leitungswasser ein und regt dieses mit einer Frequenz von rund 800 kHz an. Der zu unserer Spende gehörige Ultraschallsensor (vorn in der Mitte) nimmt bei Annäherung an das Gefäß die Schallwellen auf und stellt sie auf einem Oszillografen dar.

| Wolfgang Dünkel

Wie Sie dem oben verlinkten HNA-Artikel auf HNA.de entnehmen können, hatten die seinerzeit 180 Schüler, die regelmäßig im SFN aktiv sind, noch viele größere und kleinere Wünsche (*). Klaus-Peter Haupt, der Leiter des SFN, hatte im Erdgeschoß des Gebäudes Wäscheleinen aufgehängt und eine mittlere zweistellige Zahl an Wünschen dort so angebracht, dass wohl jeder der dort vorbeigehenden Teilnehmer der gut besuchten Einweihungsfeier diese sehen musste, so auch wir vom VDE.

Nun, wir "fackelten" nicht lange, denn ob wir eine Entscheidung über die traditionelle jährliche Spende erst am Beginn des kommenden Jahres oder jetzt sofort trafen, war eigentlich unwichtig, denn die Vereinskasse sollte ja erst 2013 belastet werden. Also suchten wir uns den teuersten Artikel an der Wäscheleine aus, einen Ultraschallgenerator für seinerzeit 2.850 €, und übergaben noch während der Einweihungsfeier unsere Zusage der Leitung des SFN. Später im Jahr bestellten wir die Geräte im Wert von knapp 3.700 € bei der Göttinger Firma PHYWE, geliefert wurde dann 2013.

Dass dieser Ultraschallgenerator nun auch noch im damaligen HNA-Artikel erwähnt werden würde, konnten wir nicht ahnen, denn Frau Martina Heise-Thonicke von der HNA-Lokalredaktion musste nach Ende der Feier zunächst auch erst mal in die Redaktion fahren, um ihren Artikel zu schreiben. Wie wir heute erfahren mussten, war die Reaktion auf die PIN-Wand eher bescheiden, denn außer uns "outete" sich nur noch ein Privatmann mit einer Zusage über rund 1.000 €. Schade, denn die jungen Tüftler sind unsere Zukunft und hätten es verdient, mit den benötigten Geräten aus der Politik, der Wirtschaft, den Verbänden und der Gesellschaft allgemein besser unterstützt zu werden! Aber das stellen wir bei unseren jährlichen Spenden an die Schulen unseres Vereinsgebiets ja immer wieder fest: Der Etat ist überall eng.

Und hier sind die vom VDE Kassel gespendeten Geräte, abgebildet auf der Urkunde:

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PHYWE (integrierte Gerätebilder)

Den vier jungen Forschern Alexander Popov, Jakob Ruckel, Carl-Moritz Köpp und Maximilian Görlitz, alle aus einer achten Klasse der Albert-Schweitzer-Schule, stehen die Geräte jetzt zur Verfügung. Sie wollen damit zerstörungsfreie Materialprüfungen an Kunststoffen vornehmen, evtl. sogar den innovativen Carbonwerkstoffen, wie sie in jüngster Zeit im Automobilbau und bei Flugzeugen verwendet werden. Wir vom VDE Kassel wünschen diesen vier und den weiteren 246 jetzt am SFN Forschenden viel Erfolg und eine Fortsetzung ihrer Arbeit als studierte Physiker oder noch besser als erfolgreiche Ingenieure!

Wolfgang Dünkel
Öffentlichkeitsarbeit

(*) Quelle HNA.de, Martina Heise-Thonicke, sinngemäß wiedergegeben

(last update 09.09.2013)